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Abwechslung bringt’s! Ein gutes Laufprogramm sieht wöchentlich und saisonal ohnehin abwechslungreiche Trainingseinheiten vor. Wechsle aber auch aus orthopädischen Gründen häufig mit dem Laufschuh-Modell und Laufstil ab. Ein zweites und drittes Laufschuhpaar garantiert zudem die dauernde Verfügbarkeit eines eingelaufenen Paars bei Verlust oder Defekt.
Die nach dem Helden aus der griechischen Mythologie benannte Sehne ist die dickste und stärkste Sehne im menschlichen Köprer. Sie setzt auf der äussersten Stelle des Fersenbeins an und überträgt die Kraft des Musculus triceps surae, und ermöglicht die kraftvolle Plantarflexion (Streckung des Fusses), und die Inversion (Supination, Auswärtskantung) des Fusses. Die Achillessehne eines erwachsenen Mannes kann Maximalbelastungen von bis fast einer Tonne aushalten.
Reizungen und Entzündungen der Achillessehne, der Sehnenansätze sowie der Knochenhaut erfolgen im Laufsport meist im Zusammenhang mit Überbelastungen bzw. Dauerbelastung aufgrund von schlecht passenden Laufschuhen im Fersenbereich, Verkürzungen der Wadenmuskulatur aufgrund intensiven Trainings und fehlenden Stretchings sowie bei intensiver Beanspruchung aufgrund des Vorfusslaufstils.
Die Achillessehne ist massgeblich bei der Supination (Abrollen bzw. Knicken gegen Fuss-Aussenseite) beteiligt.
Phase in der Laufbewegung, bei der sich die Ferse leicht aufrichtet und ein Abdruck («Abstossen») nach hinten erfolgt. Die Abdruckphase erfolgt im Idealfall über Grosszehe-Mittelfuss. Der Abdruck richtet sich bei einem optimalen Laufstil aktiv nach hinten.
Verschleiss der Laufsohle. Der Abrieb erfolgt meist am stärksten im Bereich des ersten Bodenkontakts (bei den meisten Amateur-Läufern im Bereich der Ferse) sowie am Spitz, tendenziell auf der Innenseite (unter den grossen Zehen), wo der Fuss sich abstösst. Ein alter Laufschuh gibt aufschlussreich Auskunft über den Laufstil und die Fusstellung eines Läufers. Entsprechend kann ein Orthopäde, ein guter Sportartikelverkäufer oder auch Du selbst eventuell auch im Zusammenhang mit Reizungen, Beschwerden oder Ermüdungen erkennen, wie der Bewegungsapparat gestärkt und gedehnt werden muss und vor allem auf welchen Laufschuh Du allenfalls wechseln solltest.
Die Sohle, die den Bodenkontakt herstellt. Die Aussensohle besteht meist aus Gummi und anderen Polymeren, welche wie auch bei Fahrzeugpneus unterschiedliche «Zutaten», insbesondere Kohlenstoff, beigemischt werden. Sie ist je nach unterschiedlichem Verwendungszweck entweder besonders hart, profiliert, steif und abriebfest, oder weich. Diese hat einen Einfluss auf den Auftritt, auf die Bodenhaftung aber auch auf den Verschleiss. Sogenannte Flex-Kerben unterstützen die Beugung während die Tiefe und die Art des Profils (s. Profil) dem Terrain und den Witterungsverhältnissen angepasst werden sollten um den bestmöglichen Kompromiss zwischen Griffigkeit und Laufkomfort zu erzielen.
Elemente zur Bewegungskontrolle führen den Fuss und verhindern unerwünschte Bewegungen des Fusses wie etwa zu starkes Einknicken. Diese bestehen in Verbindung mit dem Dämpfungssystem meist und je nach gewünschter Führung aus einer Kombination von Aussparungen, Kerben sowie aus Kunstoffen unterschiedlicher Härtegrade, Formen und Positionen. Am ausgeprägtesten sind diese Bewegungskontroll-Elemente bei Schuhen für Läufer mit auffälligen Fusstellungen (s. Stabilitätsschuh). Dein Schuh sollte allerdings nur soweit stabilisieren und führen, wie nötig und der Kräftigung und Dehnung des Bewegungsapparates kommt als präventive Massnahme oberste Bedeutung zu (s. Trainingshilfen).
Ergänzung zum Lauftraining, welche man in einer anderen Sportart ausführt. Sehr beliebt sind Radfahren, Schwimmen, Langlauf, Inline-Skating oder allgemeines Fitness-, Kraft- oder Konditionstraining. Die «neuen» Bewegungen entlasten die strapazierten Muskeln und Sehnen, gleichen muskuläre Disbalancen aus, die Trainingsbelastung lässt sich verlängern und Crosstraining dient nicht zuletzt als Movitationsfaktor.
Die dämpfenden Elemente dämpfen die Wucht des Aufpralls beim Laufen im Fersen- und Vorfussbereich. Sie werden entweder direkt in der Zwischensohle eingebaut, in der Laufsohle oder zwischen beiden platziert.
Die bekanntesten Dämpfungssysteme sind unterschiedlich gestaltete Einsätze und Schichten von verschiedenartigen Polymeren (Kunststoffen), Luft-, Gel- und Flüssigkeits-Kissen oder Kammersysteme sowie Federn aus Kunsstoff und Metall. Oft werden auch unterschiedliche Dämpfungssysteme miteinander kombiniert.
Dehnen ist schon fast ein Kapitel für sich. Dehnübungen erhalten die Flexibilität des Bewegungsapparates und können muskulären Disbalancen vorbeugen und damit vor Ueberlastungen und damit einhergehenden Verletzungen schützen.
Es gibt sicher Läuferinnen und Läufer, welche kein Stretching brauchen. Und falsches Stretching ist schädlicher als kein Stretching. Für Anfänger empfiehlt es sich deshalb, zusammen mit einer Fachperson die ersten Stretchingübungen durchzuführen und das Thema langsam anzugehen.
Die orthopädisch Einlage oder eine sonstige Einlagesohle dient dem Korrektur einer Fuss-Fehlstellung und/oder dem Fuss-Komfort. Oft sind Einlagen in mehreren Schichten aufgebaut, um Schweissabsorption, Dampfung und Bewegungskontrolle mit unterschiedlichen Materialien zu gewährleisten.
Die Innensohle besteht meistens aus einem dünnen, geschäumten Kunstoffpolster (meist EVA oder PU), welches ein ausgeprägtes Fussbett aufweist. Sie dient der Schweissabsobtion dem Tragekomfort und nimmt meist auch allerdings reduzierte Dampfungs- und Stabilisierungsfunktionen war. Die Einlegesohle ist meist einfach eingelegt und kommt auf die Zwischensohle zu liegen. Bei einer Einlage (s. oben) kann sie deshalb einfach ausgetauscht bzw. entfernt werden.
Die Belastung der Mittelfussknochen ist speziell beim Vorfusslauf und in etwas geringerem Masse beim Mittelfusslauf (s. Laufstile) höher als beim Fersenlauf. Dies kann bei Läufern zu Ermüdungsbrüchen führen, speziell wenn diese bereits ein hohes athletisches Niveau erreicht haben und schlagartig den Laufstil ändern oder über Risikofaktoren (s. Spreizfuss) verfügen.
Ethylen-Vinyl-Acetat. Ein sehr leichter Kunststoff (Polymer), welcher in Laufschuhen meist als Zwischensohlenmaterial verwendet wird. Das Material hat gute Dämpfungseigenschaften, die aber schnell und zum grossen Teil irreversibel nachlassen so dass der Bewegungsapparat nicht mehr genügend geschützt und schneller ermüdet.
Beim Senkfuss ist das innere Längsgewölbe abgesunken. Die Fussmuskeln können die Fussform nicht mehr durch die innere Spannungen gegen die Schwerkraft erhalten. Diese Muskelschwäche wird auf mangelnde Übung und einseitige Überbelastung zurückgeführt.
Der Spreizfuss kommt selten allein vor. Beim Spreizfuss hat sich das querliegende kleine Fussgewölbe (Fussballen) gesenkt. Mit gesunden Füssen lauft man haupsächlich auf auf den Ballen des ersten und fünften Mittelfussknochens (Grosszehen- und Kleinzehenballen), beim Spreizfuss wird hingegen auf die Ballen der anderen Mittelfussknochen ein stärkerer Druck ausgeübt, was sich in einer vermehrte Hornhautbildung an den Druckstellen manifestiert.
Der Knickfuss ist die häufigste Abweichung von der normalen Fusstellung. Die beiden Fussgewölbe (Quer- und Längsgewölbe) beginnen im Bereich des Mittelfussknochens einzusinken. Das kann sich später auf den gesamten Fuss ausdehnen. Beim Knickfuss ist die X-Stellung des Fersenbeins sehr ausgeprägt. Knick- und Senkfuss kommen meist gemeinsam vor. Dies wird je nach Ausprägung Knicksenkfuss oder Knickplattfuss genannt.
Der Plattfuss ist eine Kombination von Senkfuss und Spreizfuss. Bei ihm zeigt nicht nur das Fersenbein eine Knickstellung und das Fussgewölbe eine Abflachung, sondern das vordere Quergewölbe ist abgeflacht. Der Plattfuss der am häufigsten erworbene Fussfehler (es gibt auch einen angeborenen Plattfuss). Die Bänder sind überdehnt und die Muskulatur wird überlastet. Der Fuss hat seine Elastizität verloren und die Gelenke werden falsch und zu stakr belastet. Einlagen können diese Beschwerden beiseitigen, aber es ist sinnvoll die Fussmuskeln durch spezifische Übungen zu kräftigen.
Beim Hohlfuss ist das Längsgewölbe des Fusses zu stark ausgeprägt und enstpricht damit quasi dem Gegenteil eines Plattfusses. Der Fussballen und teilweise die Fuss-Aussenseite werden bei einem Hohlfuss zu stark belastet, was zu schmerzhaften Druckstellen führt und die Laufschuhe insbesondere im Vorfussbereich und auf der Aussenseite übermässig abnützt. Oft kommt es beim Hohlfuss aufgrund einer Krallenstellung der Zehen auch zur Ausbildung von Hühneraugen. Ursache eines Hohlfusses ist meist eine Schwächung der kleinen Fussmuskulatur.
Ein Spitzfuss ist eine spezielle und seltene Fehlbildung des Fusses mit einer erhöhten Ferse. Der Fuss ist in Beugung im oberen Sprunggelenk quasi fixiert und die Ferse berührt beim Lauf praktisch nicht den Boden. Die Achillessehne kann sich dabei dauerhaft verkürzen, woraufhin normales Gehen nicht mehr möglich ist.
Dem gegenüber steht der selbsterklärende Normalfuss.
Dämpfungselement unter der Ferse, das meist in die Mittelsohle integriert ist. Durch die leichte Erhöhung wird die Achillessehne entlastet. Die Sehne gewöhnt sich allerdings an diese Hilfestellung. Mit einem gezielten Stretching kann die gesunde und aufgewärmte Achilessehne allerdings gedehnt werden um besser auf die Laufbelastung vorbereitet zu sein.
Der Fersenschmerz ist ein oft sehr stark schmerzhaftes und behinderndes Krankheitsbild. Es ist eines der häufigsten Fussprobleme überhaupt.
Die Mehrzahl der Fersenschmerzen sind auf eine chronische Entzündung der Plantaraponeurose, einem Band, welches sich an der Fusssohle von der Ferse bis zu den Zehen erstreckt und verantwortlich ist, dass das Fussgewölbe hochgehalten wird. Eine Entzündung der Plantaraponeurose kann durch eine starke Überbeanspruchung ausgelöst werden, aber auch Übergewicht und Fussfehlstellungen (Hohl- und Knicksenkfüsse) sowie die Verkürzung der Wadenmuskulatur begünstigen die Bildung.
Ein Fersensporn ist eine dornartige knöcherne Ausziehung an der Unterseite des Fersenbeinhöckers und kann mittels Röngenbild festgestellt werden. Er kann am Ansatz überbeanspruchter Sehnen oder bei Entzündungen entstehen. Etwa 10- bis 20% der Bevölkerung haben aber einen Fersensporn ohne Fussprobleme aufzuweisen.
Eine fest Schale meist aus Kunststoff, welche die Ferse umschliesst und zwischen Futter und Aussenmaterial eingenäht wird, manchmal auch aussen auf dem Aussenmaterial. Sie sollte gut passen, darf einerseits keine Druckstellen aufweisen, muss andererseits aber auch satt sitzen, so dass die Ferse beim Laufen nicht rutscht.
s. Laufstil
Kerben in der Mittel- und in der Aussensohle, die aufgrund ihrer speziellen Anordnung die Flexibilität der Sohlenkonstruktion erhöhen.
Der Härtegrad bezeichnet die Festigkeit der Zwischensohle. In einer EVA-Sohle oder PU-Sohle werden oft an den unterschiedlichen Stellen verschiedene, farblich differenzierte Härtegrade eingesetzt – je nachdem, welche Aufgabe der einzelnen Zone im Laufvorgang zukommt.
Auf verschiedenen Sytemen beruhende Analyse der Fusstellung (statische Analyse, mittels Abdruck oder Scanner) sowie des Laufstiles und des Aufprallverhaltens des Fusses (dynamische Analyse mittels Hochgeschwindigkeitskamera, Laufplatten oder sonstigen Aufprall-Sensoren). Sie gibt wichtige Hinweise für die Wahl des richtigen Laufschuhs. Für Anfänger ist eine solche Laufanalyse fundamental und gute Laufgeschäfte bieten diese kostenlos an.
s. Aussensohle.
Man unterscheidet grundsätzlich drei Laufstile: 1. Fersen- oder Rückfusslauf, 2. Mittelfusslauf 3. Vorfusslauf oder Ballenlauf. Es gibt keinen „guten“ oder „schlechten“ Laufstil. Nach Möglichkeiten wird der Laufstil dem Terrain und der Distanz angepasst und aus Belastungsgründen im Training ohnehin abgewechselt. Der Laufsschuh sollte zudem dem Laufstil entsprechen und bezüglich Führung- und Dämpfungselemente bei den Belastungszonen maximal dämpfen und den Fuss optimal führen.
1. Der Fersenlauf ist der typische Jogging-, Dauerlauf und Marathonschritt. Der Fersenlauf ist sehr ökonomisch und da der Landepunkt der Ferse und der Abdruckpunkt des Fussballens um die Schuhlänge auseinanderliegen und man diese Strecke durch Abrollen zurücklegt, kriegt man einen Teil der Laufstrecke quasi „gratis“. Idealerweise läuft man auf der Ferse beim Rollen auf ebenem Waldboden und Asphalt, sowie grundsätzlich für Dauerlauf und Wettkämpfe von über 10km sowie beim Bergablaufen
Die orthopädische Belastung des Fersenlaufs auf den Bewegungsapparat bei der Landung ist etwas grösser als bei den anderen Laufstilen und die Effekte einer stark pronierenden Fussstellung (s. Pronation) treten leider deutlich zu Tage. Zudem sollte man den Laufstill nicht in unebenem Gelände anwenden, da er ein grosses Risiko der Überdehnung durch Abknicken beinhaltet.
2. Der Mittelfusslauf ist quasi der Kompromiss zwischen Vorfusslauf und Fersenlauf. Die Landung erfolgt auf der Aussenkante des ganzen Fusses, es erfolgt ein leichtes Abrollen und der Abdruck erfolgt wie immer mit dem Vorfuss. Natürlich wird so die Aussenkante des Fusses stärker belastet aber grundsätzlich ist die Spitzen- und Dauerbelastung auf einzelne Teile oder das gesamte System des Bewegungsapparates deutlich reduziert. Dies macht ihn zu idealen Stil für alle Distanzen auf der Strasse über 5-10 km.
3. Beim Vorfusslauf erfolgen Landung und Abdruck mit dem Fussballen. Als zusätzlicher Dämpfungsmechanismus werden die Wadenmuskulatur und die Achillessehne eingesetzt. Dadurch werden die hohen Aufprallkräfte generell besser abgefangen als beim Fersenlauf. Für den Bewegungsapparat wirkt sich dies zusätzlich dämpfend aus. Der Vorfusslauf ist eigentlich der „natürlichste“ Laufstil: Beim Barfuss-, Berg oder Schnelllauf stellt er sich bei den meisten Läufern mit der Zeit automatisch ein. Allerdings wird ein Läufer mit verbesserten Resultaten und höheren Laufgeschwindigkeiten bei Sprints und Mittelstrecken auf den Vorfusslauf umstellen, da nur mit diesem Stil ein "schnelles" Laufen möglich ist. Es gibt daher keine Kurzstreckenläufer, welche mit der Ferse auftreten. Zudem entschärft der Vorfusslauf die Effekte einer stark pronierender Fusstellung (s. Pronation) und bietet im Gelände, insbesondere bei unebenem Terrain, einen vermehrten Schutz gegen unerwartetes Abknicken und Überdehnen des Fusses.
Trotzdem läuft nur eine Minderzahl der Läufer auf der Strasse mit dem Vorfuss. Die Vorfusslauftechnik bedeutet eben auch eine starke Mehrbelastung (länger und intensiver) für die Wadenmuskulatur und die Achillessehne, mit höheren Spitzenkräften und schnellerer Ermüdung, weil insbesondere zusätzlich zum Abstossen des Fusses auch noch die Federungsarbeit beim Aufprall übernommen werden muss. Achillessehnenschmerzen sind daher beim Vorfusslaufen häufiger festzustellen und schwere Läufer sollten ohnehin immer, normalgewichtige und leichte Läufer auf jeden Fall bei längeren Läufen (über 10km) auf den Vorfusslauf verzichten. Viele Top-Läufer laufen auf der Strasse auch mit einem Fersenlaufstil.
Die Belastung der Mittelfussknochen ist zudem beim Vorfusslauf deutlich höher als beim Fersenlauf (s. Ermüdungsbruch). Dass der Vorfusslauf etwas eleganter aussieht als die anderen zwei Laufstile sollte deshalb nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen.
Die Lebensdauer eines Schuhs hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab:
Körpergewicht, Beschaffenheit des Schuhs insbesondere der Aussensohle und des Dämpfungsystems. Untergrund und Anzahl gelaufene Kilometer.
Eine Faustregel, die aber eher Maximalcharakter hat besteht: „Wer regelmässig läuft, sollte die Zahl der abzuwechselnden Laufschuh der Zahl von Tagen pro Woche anpassen, an denen er läuft“ (Quelle: runner´s world Heft Juni 06 S.20). Wichtig ist auf jeden Fall die Abwechslung der Laufschuhe (s. Abwechslung), denn so vermeidet man einseitige Belastung und gibt der Beinmuskulatur wechselnde Reize. Typischerweise zeigt einem der Abrieb an der Aussensohle die erreichte Lebensdauer des Schuhs an. Spätestens nach etwa 2 Jahren sind Schuhe auf EVA-Basis als Däpfungselement ausgegast. Mit wenigen Ausnahmen lassen die meisten Dämpfungssysteme mit der Zeit ebenfalls nach.
«Künstlicher» Fuss aus Holz oder Kunststoff, über dem der Laufschuh gebaut wird und dessen Form er annimmt. Es gibt verschiedene Leistenformen: gerade, leicht und stark gebogene. Beim geraden Leisten ist die zur Körpermitte hin gelegene, die mediale, Seite des Schuhs gerade gebaut, damit die Fussinnenseite besser gestützt wird als beim gebogenen Leisten. Ein Schuh mit gebogenem Leisten ist flexibler und eignet sich für Läufer ohne Fussprobleme.
Leichtgewichtige Trainingsschuhe eignen sich für mehrmaliges Training pro Woche bei Läufer ohne Fehlstellungen der Füsse. Diese Lightweighttrainer sind leichtere, flexible Laufschuh,e mit einem guten Abrollverhalten aber etwas weniger Stabilität und positionieren sich zwischen den leichten Wettkampfschuhen und normalen Laufschuhen für das tägliche Training.
Netzartiges, luftdurchlässiges und sehr leichtes, textiles Obermaterial von Laufschuhen.
Teil des Fusses zwischen Ballen und Ferse in dem das Gewölbe (unten) und der Rist (oben) sitzt.
s. Laufstile
Element beim Laufschuh, das die Torsion des Fusses im Schuh erhöhen soll. Vor- und Rückfuss sollen sich unabhängig voneinander um die Längsachse des Fusses drehen können.
Machart des Schuhs, wo der Schaft mit der Mittelsohle vernäht oder verklebt ist. Dadurch ist der Schuh leichter und flexibler, aber auch nicht so stabil wie ein Schuh mit einer durchgehenden Brandsohle.
Polyurethan (PU) ist ein Kunststoff, der aufgeschäumt werden kann und meist in den Zwischensohlen von Laufschuhen verwendet wird. Es ist relativ zu EVA widerstandsfähiger, stabiler, aber auch schwerer.
Die Pronation ist die Drehung des Fusses um die Längsachse, das heisst gegen innen, und ohne das sich die Ferse mit bewegt. Die Pronation des Fusses ist eine natürliche Dämpfungsbewegung. Bei der Überpronation knickt der Fussrand sehr stark nach innen ein und belastet damit Bänder, Sehnen und Gelenke. Dies wird von stabilen Schuhen (s. Stabilitästschuhe) durch eine spezielle und oft farblich akzentuierte Pronationsstütze vermindert. Die Überpronation ist meist die Ursache einer Fuss-Fehlstellung (s. Fehlstellung des Fusses) und wird durch Übergewicht oder starke Ermüdung bzw. ungenügendem Training und Kräftigung des Bewegungsapparates begünstigt.
s. Aussensohle
Der gesamte hintere Teil des Fusses. Die meisten Läufer landen auf dem Rückfus (s. Laufstil), zumindest beim Dauerlauf. Sie werden als Rückfuss- oder Fersenläufer bezeichnet (im Gegensatz zu Vorfussläufern).
Der Schaft ist der Oberteil des Laufschuhs, welcher den Fuss umfasst. Meist ist dieses aus atmungsaktiven Material (s. Mesh) und wird durch festere Verbindungs- sowie Reflektions und Dekorationselemente durchzogen und im Fersen sowie Zehenbereich sind meist Stoss- und Abnützungselemente iengearbeitet. Der Schaft soll atmungsaktiv sein, den Fuss fest umschliessen, die Schnürung gut verteilen und doch komfortabel sein. Für Schlechtwetter-Trainings/Rennen und Trailschuhe gibt es wasserabweisendes/wasserdichtes Obermaterial, allerdings immer mehr oder weniger zulasten der Atmungsaktivität.
Füsse schwellen während des Tages ebenso an wie beim Sport, es kann also sein, dass Sportschuhe zu unterschiedlichen Zeiten sich unterschiedlich gross anfühlen. Die meisten Hersteller von Schuhen orientieren sich weitgehend an den amerikanischen Schuhgrössen. Durch die Umrechnung und die unterschiedlichen Passformen, z.T. sogar durch die unterschiedlichen Breiten und die Reaktion auf das Tragen handelt es sich um keine exakte Wissenschaft. Tatsächlich sind die verwendeten Umrechnungstabellen der Hersteller unterschiedlich...oft sogar auch zwischen Modellen und Modelljahren. Im Zweifelsfall eine Nummer grösser!

Die Sprengung ist die Differenz der Zwischensohlendicken von Rückfuss und Vorfuss. Sie gibt also das Gefälle im Schuh an.
Laufschuhe bezeichnet, mit ausgeprägten Führungs- und Stabilitätseigenschaften (s. Bewegungskontrolle). Typischerweise sind sie für grössere Athleten oder Läufer mit ausgeprägter Pronation geeignet und etwas schwerer als durchschnittliche Trainings-Laufschuhe.
Bei einer Supination ist die natürliche Pronationsbewegung, also die Rotationsbewegung des Fusses gegen die Innenseite zu wenig ausgeprägt und der Fuss neigt vor allem im unteren Sprunggelenk zu stark nach aussen. Der Fussaussenrand und mit ihm Sehnen, Bänder und Gelenke werden viel stärker belastet und der Abrieb ist auf der Aussenseite der Laufsohle sichtbar. Die Supination ist nicht sehr verbreitet, die Auswirkungen sind wesentlich milder als bei einer Überpronation und es gibt wenige Schuhe mit einer spezifischen Verstärkung im äusseren Bereich, nicht zuletzt auch, weil Normalschuhe meistens den Anforderungen genügen. Die meisten Supinierer haben einen Hohlfuss und O-Beine.
Dies Schuhe werden vor allem für den Einsatz im Gelände (Waldlauf, Cross Country) oder bei speziellen Witterungsbedingungen (Regen, Schnee) verwendet. Das Sohlenprofil (s. Aussensohle) ist stark und mit einem meist etwas weicheren Anti-Rutsch Muster profiliert, während die Zwischensohle meist etwas flacher ist (geringere Dämpfung, weniger Kippneigung), während insbesondere die Zehenkappe verstärkt ist, während der Schaft typischerweise wasserdicht oder zumindest wasserabweisend ist.
Nebst unterschiedlichen Lauf- und Kräftigungsübungen und einem gezielten Stretching kommt den sogenannten Laufhilfen zur Kräftigung, Dehnung und Stabilisierung des Bewegungsapparates eine grosse Rolle zu. Manche Uebungen lassen sich einfach mit in jedem Haushalt vorhandenen praktischen Gegenständen durchführen, für manche Uebungen ist ein speziell dafür vorgesehendes Trianingsgeräte hilfreich.
s. Supination
Der vordere Teil des Fusses, also Fussballen und Zehen. So genannte Vorfussläufer landen beim Aufprall auf dem Vorfuss. Eine manchmal empfohlene Umstellung von Fersenläufern auf den Vorfusslaufstil kann Überlastungen hervorrufen und ist daher nicht zu befürworten. Beim schnellen Laufen oder Sprinten laufen auch Läufer auf dem Vorfuss, die sonst zuerst mit der Ferse aufkommen.
s. Laufstile
Es gibt keine allgemeine Faustregel, wann ein Laufschuh «durch» ist. Natürlich gibt es gewisse «logische», da äussere Anzeichen (Laufschuh fliegt auseinander, starke Abnützung im Innenbereich der Ferse, starker Abrieb auf der Aussensohle, insbesondere im Bereich der Ferse, des Fussballens und der Fussspitze, etc.).
Wie gut ein Schuh noch dämpft und führt hängt von der Qualität des verwendeten Dämpfungssystems sowie der Führungselemente und deren bisherigen Belastung ab.
Allgemein empfiehlt es sich, verschiedene Laufschuhe gleichzeitig zu besitzen und mit deren Benutzung – abhängig auch von Terrain, Distanz und Intensität – abzuwechseln. So lässt sich auch etwas besser feststellen, wenn ein Schuh mit der Dämpfung nachlässt und gleichzeitig sind die Auswirkungen nicht so stark.
Da die Hersteller jedes Jahr neue Modelle auf den Markt bringen, zwangsweise auch Modelle vom Markt nehmen oder leider auch oft mit sogenannten Innovationen «verschlimmbessern» sollte man – sobald man sich mit einem Schuh angefreundet hat – sich nach einem Reservepaar desgleichen Modells erkundigen. Eventuell kriegt man dafür an der Verkaufsstelle mit etwas Verhandlungsgeschick einen grosszügigen Rabatt.
Wettkampfschuhe sind für guttrainierte Athleten mit Normalfuss-Stellungen und nur für Intensiv-Trainings, Volksläufe und sonstige Rennen zu empfehlen. Wettkampfschuhe sind sehr leicht, leicht gebaut und typischerweise wenig profiliert, etwas weniger dämpfend und wenige Elemente für Bewegungskontrolle aufweisend. Sie sollten nicht für das tägliche Training verwendet werden und auf keinen Fall von Läufern mit Fuss-Fehlstellungen. Zudem ist Laufleistung begrenzt.
Gepolsterte Lasche, die über dem Fussrücken liegend den Druck der Schnürsenkel reduzieren soll. Bei wasserdichten Schuhen ist die Zunge meistens auch seitlich festgenäht.
Die Zwischen- oder Mittelsohle befindet sich zwischen der Innensohle und der Aussen- oder Laufsohle. Sie besteht in der Regel aus PU oder EVA und dient der Dämpfung der Aufprallkräfte beim Landen. Dazu werden oft zusätzliche Dämpfungselemente wie Luft- und Gelkissen in die Zwischensohle eingearbeitet. Bei Stabilschuhen, die bei Überpronation getragen werden, besteht die Zwischensohle aus unterschiedlich harten Materialen und ist an der Innenseite härter.