
Dreckige Laufschuhe
Laufschuhe sollte man nicht in der Waschmaschine waschen. Auch nicht bei 30 Grad oder kalt und auch nicht im Schongang. Einfach gar nicht! Die Lauge und die Enzyme sowie der Weichmacher können das Schuhmaterial von Schaft, Futter und Zwischensohle in unterschiedlichem Mass angreifen, den Klebstoff auflösen und die Elastizität insbesondere des Zwischensohlen-Materials beeinträchtigen.
Sind die Laufschuhe voller Dreck, so lasse sie einfach trocknen. Dann lässt sich der Schmutz einfach mit einer Bürste abbürsten.
Wasche Deine Laufschuhe möglichst von Hand. Benutze kaltes oder lauwarmes Wasser, einen weichen Schwamm oder eine Bürste und milde Seife, im Zweifelsfall gar kein Reinigungsmittel. Meist reicht es, die mit Wasser aussen zu reinigen. Laufschuhe sollte man möglichst wenig so waschen.
Die Reinigung der Einlegesohlen ist meistens nicht so problematisch, die kann man ruhig kräftig reinigen. Vorsicht ist jedoch geboten, sofern die Einlagen auf der Unterseite eine spezielle Leder- oder Kartonschicht aufweisen, da diese dann Schaden nehmen könnte.
Zudem findet man, wenn’s schief läuft, einfach ein neues Paar Einlegesohlen im Fachhandel.
Stinkfüsse
In jedem Schuhgeschäft und manchem spezialisierten Sportladen finden sich spezielle Schuhdeos und -puder, welche die Einlegesohle und das Obermaterial sowie den Schaft von Innen desinfizieren (Fusspilz) und für einen akzeptablen Geruch im Schuh und des Schuhs überhaupt sorgen.
Nasse Laufschuhe
Laufschuhe und Einlagen gehören nicht an die Sonne zum Trocknen. Insbesondere die Zwischensohle könnte durch die Hitzeeinwirkung und die UV-Strahlen Schaden nehmen und eventuell schrumpfen. Auch können die Schuhe an der Sonne ausbleichen.
Trockne Deine Laufschuhe nicht im Wäschetrockner oder auf der Heizung (vom Cheminée oder Kachelofen wollen wir mal gar nicht reden). Der Leim, welcher für die Produktion der Laufschuhe verwendet wird, kann schmelzen, so dass sich die Sohlen und andere Elemente verschieben oder abfallen. Da sich verschiedene Werkstoffe zudem bei Wärme unterschiedlich ausdehnen, kann sich der Schuh komplett deformieren und/oder kleiner werden.
Mit feuchten Laufschuhen sollte man möglichst nicht laufen, da das Obermaterial zu stark strapaziert wird und zu fest ausdehnen kann. Zumindest in der Theorie: «Was wottsch mache, wänn’s rägnet?»
Sind die Laufschuhe nass, so ist es am einfachsten, die Innensohle oder die Einlagen rauszunehmen und den Schuh mit Zeitungspapier auszustopfen. Ein Wechsel des Zeitungspapiers nach ein paar Stunden beschleunigt den Prozess natürlich.
Andere Sportarten
Spiele mit Laufschuhen nicht Fußball: man soll gute Freunde nicht treten. Im Ernst: Laufschuhe sind nicht fürs Fussballspielen gemacht: Platzende Nähte sind üblicherweise die Folge.
Laufschuhe sind auch sonst meist ungeeignet für andere Sportarten, insbesondere Ballsportarten und alle, die starke und abrupte Richtungswechsel oder Sprünge beinhalten. Laufschuhe haben typischerweise eine relativ dicke Mittelsohle, da diese ja dämpfen muss, was sie in der einen oder anderen Art durch Kompression macht, womit die Aufprall-Energie absorbiert oder im Falle von SPIRA’s Wavespring-Technologie gespeichert wird. Entsprechen sind die Füsse relativ weit vom Boden entfernt. Abrupte seitliche Bewegungen sind deshalb heikel, weil der Fuss dabei leicht abknicken kann. Entsprechend haben geeignete Schuhe für diese Sportarten (z.B. Hallen-Turnschuhe) oder auch Trailschuhe eher flache Sohlen.
Der «Quickie»
Ziehe einen Laufschuhe nie aus, indem Du ihn mit dem anderen Schuh bzw. Fuss von der Ferse abstreifst. Entsprechend solltest Du nicht in gebundene Laufschuhe schlüpfen, es sei denn Du bist grad in der Transition-Zone eines Triathlons – oder Du nennst ein elastisches Schnellschnürsystem Dein eigen. Ansonsten geht der Schuh im Fersenbereich im Nullkommanichts unnötigerweise kaputt.
Lebensdauer von Schuhen
Obwohl Richtwerte in Kilometern rumgereicht werden, hat es keinen Sinn, sich an solchen Laufleistungen zu orientieren, da die Abnutzung eines Laufschuhs sehr individuell vom Terrain, dem Laufstil und der Fussstellung, der Geschwindigkeit und dem Gewicht des Läufers abhängt.
Eine Faustregel besagt, dass wenn die Außensohle abgelaufen ist, auch der Schuh erneuert werden soll. Allerdings lässt sich bei Schuhmachern und zum Teil bei spezialisierten Laufschuh-Geschäften die Aussensohle partiell aufgummieren und dies kann bei verschiedenen Dämpfungssystemen (z.B. beim Wellenfedersystem von SPIRA, welches über die gesamte Lebenszeit des Schuhs nichts an Dämpfung verliert) durchaus sinnvoll sein.
Bei der Verwendung von mehreren Laufschuhen wird sowohl optisch wie vom Gefühl her im Vergleich untereinander schnell klar, ob ein Schuh abgelaufen oder sein Dämpfungs- und Führungssystem nicht mehr tauglich ist.